Neue Medien (und neue Politiker) braucht das Land!

von Diskurs Hamburg

Der Beitrag im PDF-Format findet sich hier.

Seit ein paar Tagen präsentiert die Tagesschau wochentags um 19:00 Uhr die Nachrichten in einfacher Sprache. Angeblich – so formuliert es die ARD selbst – können 17 Millionen Menschen in unserem Land komplexe Sätze nicht verstehen. Woher diese Zahlen kommen oder wie sich diese zusammensetzen, wird nicht dokumentiert und bleibt deshalb fraglich. Mag der Versuch, Menschen mit Migrationshintergrund oder Einschränkungen Nachrichten leicht verständlich zu machen auch nachvollziehbar sein, so ist die Form tatsächlich schwierig. Wer einmal eine solche Sendung angeschaut hat, muss davon ausgehen, dass die ARD 17 Millionen Menschen in unserem Land für debil hält. Bestürzend ist also nicht das Angebot, sondern die Form der Darreichung, die zeigt, für wie geistig eingeschränkt man knapp ein Viertel der potenziellen Zuschauer hält. Es zeigt die Arroganz, die Hybris und die Abgehobenheit der Macher der Tagesschau, gegenüber den Menschen, die für Sie mittlerweile 9 Milliarden jährlich zahlen. Man lässt sie den Kakao bezahlen, durch den man sie dann zieht.

Ein Zitat: „Aber die Regierung von Deutschland hat gesagt: wir müssen sparen! Der Minister für Geld hat gesagt, jeder Minister muss sparen.“

https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tagesschau_in_einfacher_sprache/tse-126.html

Es ist nur ein weiterer trauriger Höhepunkt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der sich in den letzten Jahren als Bollwerk der Regierung, als Erklärer ihrer Politik und als Lehrmeister und Bevormunder der Gesellschaft etabliert hat. Er steht exemplarisch für eine Medienlandschaft, die sich selbst so gern als „Qualitätsmedien“ bezeichnen, die auf Grund diverser Abhängigkeiten von öffentlichen Geldern und direkten und indirekten finanziellen Zuwendungen durch die Bundesregierung und untergeordneter Organisationen diese kaum mehr tatsächlich kritisch hinterfragen.

So ist in den letzten Jahren eine tiefe Kluft entstanden zwischen einer Berichterstattung, die politische und gesellschaftliche Skandale weitgehend ausblendet und oft selbst aktivistisch und agitatorisch vorgeht und dem Wunsch vieler Menschen, sachlich, kritisch und umfänglich informiert zu werden. In diese Lücke stoßen seit Jahren die sogenannten „Neuen Medien“, die – wie könnte es anders sein – von den selbsternannten Qualitätsmedien und den selbsternannten demokratischen Parteien unvermittelt in die Rechte Ecke gestellt werden. 

Das mindert nichts am Erfolg dieser Plattformen, Blogs und Journale, die in den letzten Jahren zuverlässig gute Informationen geliefert haben und deren fundierte Recherche oft auch aktiv Skandale aufdeckten, die von Öffentlich-Rechtlichen und Co im Besten Falle ignoriert, wenn nicht gar vertuscht wurden.

So hat „Tichys Einblick“ im Juni seinen 10. Geburtstag gefeiert, auch wenn Herr Merz einst dem in Ungnade gefallenen Wirtschaftsjournalisten Roland Tichy den Handschlag verweigerte, als diesem der Ludwig-Erhardt-Preis verliehen wurde.  Seither fällt das Magazin, dass es seit einigen Jahren auch als Printversion gibt, durch umfassende Berichterstattung insbesondere auch während der Corona-Zeit auf, und ist – im Gegensatz zu Herrn Merz – immer auf den Spuren Erhardts unterwegs. https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/grosser-erfolg-fuer-te-verfassungsgericht-tendiert-zur-vollstaendigen-wiederholung-der-berlin-wahl/)

Das liberal-konservative Blatt hat durch seine Recherchen zumindest teilweise Neuwahlen in Berlin erzwingen können und begleitet mit dem „Morgenwecker“ neben tagesaktueller Politik humorvoll und vor allem fachlich fundiert die sogenannte Energiewende mit seinem täglichen Energiewende-Wetterbericht. Und das alles in sogenannter Bildungssprache. https://www.tichyseinblick.de/podcast/te-wecker-am-26-juni-2024/

Der Cicero, ebenfalls online und als Magazin erhältlich, hat durch Freiklagen der Atomkraft- Akten des Wirtschaftsministeriums offengelegt und damit nachgewiesen, wie und wann der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sowohl Bundestag als auch Öffentlichkeit belogen hat. https://www.cicero.de/innenpolitik/robert-habeck-akten-atomkraftwerke-kernkraftwerke-klage-akw-laufzeit-atomausstieg

Das Magazin Multipolar verklagte erfolgreich das RKI, dass nunmehr seine Unterlagen ungeschwärzt der Öffentlichkeit präsentieren musste und damit den Beweis gegenüber den „Qualitätsmedien“ lieferte, dass eben die meisten der sogenannten Corona-Maßnahmen jeglicher Grundlage entbehrten und die Entscheidungen eben doch politisch motiviert waren. https://multipolar-magazin.de/artikel/rki-protokolle-2

Der geschasste Julian Reichelt schaffte mit seinem Portal „Nius“ eine neue Nachrichtenplattform, die im Mai 2024 teilweise mehr als 7 Millionen Besuche verzeichnete. Ob „Achgut“ von Henrik M. Broder, „Junge Freiheit“ um Dieter Stein, „Eigentümlich Frei“ von André Lichtschlag oder die „Schweizer Weltwoche“ von Roger Köppel: Wer sich umfassend jenseits des Mainstreams informieren möchte, findet mittlerweile genügend Angebote. Für junge Leser und Hörer gibt es neben „Hoss & Hopf“, die hauptsächlich auf TikTok aktiv sind, noch „Apollo News“ mit politischen und gesellschaftlichen Inhalten. Und viele, viele andere, die in unterschiedlichen Nischen erfolgreich sind.

Seinen 2. Geburtstag feierte der Radiosender „Kontrafunk“ der von dem ehemaligen Redakteur des Deutschlandfunks, Burkhardt Müller-Ulrich erfolgreich ins Leben gerufen wurde und der seitdem im gesamten Deutschsprachigen Raum mit politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Inhalten eine gute Alternative zum DLF bietet und – ganz subversiv – seine Hörer aus der Schweiz erreicht. 

Ebenfalls in anspruchsvoller Sprache und Beiträgen von Staatsrechtlern, Politologen, Wirtschaftsfachleuten, IT- und KI – Experten, Medizinern, Wissenschaftlern, Philosophen usw. https://kontrafunk.radio/de/

Natürlich ruft diese neue Konkurrenz bei den Alt-Medien Unbehagen hervor. Doch ähnlich wie in der Politik ändern diese nicht etwa ihre Inhalte, um wieder für Ihre Leserschaft interessanter zu werden. 

So stellte Multipolar in neuen Recherchen fest, dass Banken in Deutschland immer öfter und ohne Begründung die Konten von regierungskritischen Publizisten und Medienunternehmen kündigen. Sowohl die Leitmedien als auch staatlich finanzierte Akteure befeuern die Politisierung der Kontoführung und setzen Banken damit unter Druck. Das ist ein direkter Angriff auf die Pressefreiheit. https://multipolar-magazin.de/artikel/de-banking

Das jahrelange Versagen der Medien ist eine der Hauptursachen für die katastrophale Politik, die seit Angela Merkel in unserem Land betrieben wird und die in der Ampel ihren Höhepunkt findet und in einer Idiokratie gipfelt. 

Der Marsch der 68iger-Generation durch die Institutionen hat dafür gesorgt, dass einmal mehr der Muff unter den Talaren gelüftet werden muss. Eine freie Presse und gut informierte Bürger sind die Basis einer demokratischen Gesellschaft. Deutschland kann seine gesellschaftliche Spaltung und seine schlechte Politik offensichtlich nur mit Hilfe der Neuen Medien 

überwinden. Die „Qualitätsmedien“ versagen und finden in der ARD-Tagesschau in einfacher Sprache die lächerliche Fratze ihrer feisten, selbstgefälligen Blödheit. 

DAS KÖNNTE IHNEN GEFALLEN