Diskussion in eigener Sache. Was ist der Rundbrief, und was soll er erreichen?

von Diskurs Hamburg

Der Rundbrief ist ein erster Versuch, mit den aktuell zu Verfügung stehenden Kräften und Mitteln,

–       derzeit bekannte politisch Interessierte anzusprechen, die in der momentanen Parteienlandschaft (zunehmend) keine Heimat mehr finden, 

–        diese zu sammeln/binden,

–        politische Aktivität zu initiieren,

–        den Kreis der politisch Interessierten, Aktiven und Gleichgesinnten stetig zu erweitern.

Der Kreis der Angesprochenen umfasst parteilose Mitmenschen aber auch Parteimitglieder, was kein Wiederspruch ist, wie die letzten Treffen mit Herrn Kelle belegten, an denen zahlreiche Parteimitglieder verschiedenster Parteien teilnahmen und sich sehr kritisch zu ihrer jeweiligen Partei, wie auch zu dem derzeitigen politischen Handeln im Allgemeinen, äußerten.

Glücklich ist, der es schafft, Politik witzig oder zumindest unterhaltend zu vermitteln.
Detelf Ehlebracht

Der Rundbrief soll nicht in einem geschlossenen Zirkel für gegenseitige Befruchtung sorgen, der Unterhaltung dienen oder einfach nur konsumiert werden. Andererseits zeigen Erfahrungswerte, dass von hundert Angeschriebenen die Zahl der Rückmeldungen, in Form von Kommentierungen, Gegenreden oder selbstverfassten Artikeln zwischen 10 und 20 % der Teilnehmer liegt. Größere Erwartungen sollten nicht gehegt werden, um zu große Enttäuschungen zu vermeiden. Um diese 10 – 20% zu erreichen, muss der Wurm dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Daher mein Versuch mit folgenden Anmerkungen vielleicht einen Beitrag dazu liefern zu können.

Glücklich ist, der es schafft, Politik witzig oder zumindest unterhaltend zu vermitteln. Eine entsprechende Rubrik wäre ein Schritt in die Richtung. Titel z.B. „Neues aus Absurdistan“ oder „Politik oder Realsatire – hätten Sie’s gewusst?“ Mein selbst erlebtes Beispiel: Der betriebsbereite Fahrkartenautomat und ein direkt daneben stehender Automat für abgepackte Süßigkeiten, der wegen Corona gesperrt wurde. Dies ein bisschen nett ausgeschmückt, verbunden mit der Frage: „Und wo ist Ihnen Absurdistan begegnet?“

Zweite Rubrik („Heute schon Ihre Meinung gesagt?“), in der die direkte Ansprache und Aufforderung an den Leser erfolgt, z.B. Stellung zu einer provokanten Frage zu nehmen oder Erlebtes mitzuteilen. „Warum wird die FDP bei der kommenden Bundestagswahl die 5%-Hürde nicht schaffen?“. „Die Bundesregierung hat in der vergangenen Bundestagssitzung u.a. beschlossen, dass…. Welche Folgen wird das auf/für…haben?“

Die Taktrate von 2 Wochen (Rundbrief 1. zu 2.) halte ich für zu ambitioniert. Einer pro Monat würde anfangs sicher auch seinen Zweck erfüllen.

Die Modalitäten würde ich erweitern:

  1. … um die Vorgabe hinsichtlich der Anzahl an Wörtern pro Artikel. Dies vermeidet Dissertationen und erhöht die Bereitschaft Artikel auch zu lesen. Vorausschauend vermeidet dies auch Unstimmigkeiten bei zunehmender Akzeptanz und verstärkten Einsendungen von Beiträgen, wobei es unweigerlich Fälle geben wird, wo auf die ungekürzte Veröffentlichung einer fünfseitigen Abhandlung bestanden wird, andernfalls man den Beitrag ganz zurückziehen werde. Von dieser Regelung können bereits an anderer Stelle publizierte Beiträge ausgenommen werden.
  2. Unabhängig vom vorherigen Absatz sollten sich die Rundbrief-Herausgeber vorbehalten, Rückmeldungen (auch gekürzt) in einem der nachfolgenden Rundbriefe abzudrucken. Grundsätzlich sollte eine weitere Rubrik („Aktion erzeugt Reaktion“) eingeführt werden, in welcher Leserbriefe/Rückmeldungen veröffentlicht werden.

Sobald es wieder politische Veranstaltungen gibt, gehört eine Rückblende auf diese mit kurzem Fazit und Ausblick ebenfalls veröffentlicht. Eventuell lohnt sich auch eine Terminvorschau mit interessanten politischen Veranstaltungen in Norddeutschland/Bundesgebiet (eigene Veranstaltungen, Körber-Forum, Friedrich-Naumann-Stiftung etc.)

Frischer Wind muss her

Unabhängig vom Rundbrief, der in jedem Fall beibehalten werden sollte, werden (sobald nach Corona wieder Normalzeit herrscht) Veranstaltungen das erste Mittel der Wahl sein, um politisch Interessierte anzusprechen. Den Bedarf an solchen Veranstaltungen schätze ich sehr hoch ein. Allerdings wäre eine Abwandlung des bisherigen Formats in der Form angebracht, dass bei gleichbleibendem Veranstalter wechselnde Podiumsgäste geladen werden. Das soll Herrn Kelle nicht ausschließen, jedoch es gibt Bedarf an „frischem Blut“.

Bei der Organisation von geeigneten Veranstaltungsorten biete ich an, bei ausreichendem Vorlauf und unter Angabe der Rahmenbedingungen (Termin, Technik, Anzahl Podiumsgäste, Kosten, Anzahl Besucher,…)  einen aktiven Beitrag zu leisten.

DAS KÖNNTE IHNEN GEFALLEN