Willkommen in Woke-Istan, schlechte Zeiten für die Freiheit

von Diskurs Hamburg

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Die Grünen dominieren das politische Geschehen in Deutschland wie keine andere Partei. Obwohl sie sowohl bei den Bundestagswahlen im vergangenen Herbst als auch bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und NRW jeweils unter 20 % blieben, geben Sie zu fast 100 % die Themen vor.

Dies ist nur bedingt ihrer eigenen Stärke zu verdanken, sondern resultiert zu gleichen Teilen aus dem Unvermögen der anderen Parteien, eigene Themen zu besetzen sowie aus der Schwäche, für viele politische Fehlentscheidungen in der Vergangenheit mitverantwortlich zu sein. Die Widersprüche, die sich aus vielen grünen Vorschläge und Politiken ergeben, werden dabei weitgehend ignoriert. Von den politischen Mitbewerbern und den Medien sowieso.

So hat sich Deutschland in den letzten Jahren auf Betreiben der Grünen aus der Atomkraft verabschiedet (wenn auch ausführend von Angela Merkel, die dem grünen Zeitgeist schon immer gern nachgegeben hat, um Wählerstimmen zu generieren) und muss nun wohl zur Kenntnis nehmen, dass man einen Industriestandort wie Deutschland eben nicht nur mit Wind und Sonne betreiben kann. Insbesondere Robert Habeck machte doch einen erschütternden Eindruck als er dies realisierte, was ihn jedoch nicht dazu brachte, seine Politik zu überdenken. Im Gegenteil werden jetzt von diversen Ministern Ratschläge erteilt, welche Vorsorge – Maßnahmen die Bürger in Anbetracht zu erwartender Blackouts ergreifen sollen. Dabei muss darauf hingewiesen werden, dass genau dieses Ergreifen von Maßnahmen noch bis vor Kurzem verächtlich als „preppen“ eingeordnet wurde und damit in den diffusen Raum rechter Verschwörungs-Theorien geschoben wurde.

Nun jedoch ist preppen woke und selbst der WDR berät seine Zuschauer, welche Kerzen, Dosen-Ravioli usw. zu bevorraten sind.  Mit der größten Selbstverständlichkeit diskutieren man mittlerweile, wie mit Blackouts umzugehen ist, anstatt alle Tabus zu brechen und sich Gedanken zu machen, wie diese zu verhindern sind. Und weder die CDU noch die FDP greifen diesen Punkt auf, um Lösungen anzubieten, wie die Versorgungssicherheit zukünftig sichergestellt werden kann und der Strom- und Heizkosten bezahlbar bleiben. Im Gegenteil beteiligen sie sich oft sogar an Diskussionen, welche individuellen Einschränkungen akzeptabel sind, um zukünftig Strom zu sparen und das Klima zu schützen. Der FDP – Mann Volker Wissing schlug beispielsweise vor, doch keine Fotos von schön angerichteten Essen mehr zu machen und dieses anschließend in sozialen Medien zu posten. Würden alle darauf verzichten, könnte man Strom sparen. Und das meint der Mann ganz ernst. Man könnte auch die Laufzeit der Kohlekraftwerke und Kernkraftwerke verlängern. Dies kommt den sogenannten Liberalen jedoch gar nicht mehr in den Sinn. Das Leben in der woken Bubble in Berlin scheint den Blick auf die Realität verstellt zu haben und so regiert die FDP lieber schlecht als gar nicht.

Ihr Justizminister Buschmann will zukünftig  – nach den Sommerferien – ein neues Modell von Lebensgemeinschaften umsetzen, das den neuen zeitgemäßen Anforderungen von Patchwork-Familien und Regenbogenfamilien gerecht wird. Selbstverständlich soll ein jeder nach seiner Fasson leben und glücklich werden, wie es ihm beliebt. Dafür bräuchte es jedoch keine Gesetzesanpassung, denn es steht schon jetzt jedem frei, sich freiwillig moralisch oder gesetzlich anderen gegenüber zu verpflichten. Der Staat sollte es unterlassen, sich hier in die Belange der Menschen einzumischen, anstatt auf den Zeitgeist setzend hier regulatorisch tätig zu werden.

Ricarda Lang hingegen verabschiedet Entlastungspakete (übrigens gemeinsam mit Volker Wissing), um die Deutschen vor den Auswirkungen der eigenen Politik zu beschützen. Man könnte es für Satire halten, gelänge es nicht so erfolgreich, das Narrativ zu verbreiten, die hohen Benzin- und Energiepreise wären ausschließlich dem Ukraine– Krieg geschuldet. Sicherlich haben durch den Krieg auch die Benzin– und Dieselpreise angezogen. In erster Linie ist der Preisanstieg aber den zusätzlichen Steuern zu verdanken. Denn in keinem anderen Land Europas sind die Preise so hoch wie bei uns.

So wie die gestiegenen Strompreise den planwirtschaftlichen Eingriffen und der künstlichen Verknappung geschuldet sind. Trotzdem will die junge Vorsitzende der Grünen zukünftig NRW und damit die Nordrheinwestfähler:innen zur ersten klimaneutralen Industrieregion in der EU machen. Typischer Weise kritisiert die Zeitung „Der Westen“ in erster Linie jedoch das dümmliche Gendern der intellektuell am Limit operierende Grünen – Vorsitzenden, anstatt nachzufragen, welche Konsequenzen dies für das Bundesland hat, welches bereits unter Kohleausstieg und Deindustrialisierung leidet. Von Christian Lindner, der selbst aus NRW kommt, ist dazu nichts zu hören.

Der Vorsitzende der FDP präsentierte nun sogar ein Entlastungspaket von 300 €, um die Menschen vor den hohen Strompreisen zu beschützen, die diese verrückte Politik verursacht hat. Es wäre am Finanzminister, endlich mal wieder ein Steuermodell vorzuschlagen, dass auf einem Bierdeckel Platz hätte. Stattdessen beteiligte er sich im Rahmen der Einschränkungen während der Pandemien an allen möglichen Rettungsschirmen und Paketen und trieb damit die Staatsverschuldung zu immer neuen Höhen. Die FDP scheint ihre marktwirtschaftliche Orientierung völlig aufgegeben zu haben. Ihre Kernthemen Freiheit und Wettbewerb, Rückbau des Staates und mehr Eigenverantwortung sind nicht mehr zu erkennen. Sie haben dem grünen Zeitgeist nichts entgegenzusetzen, sondern unterwerfen sich aus Bequemlichkeit und Opportunismus.

Der übergriffige Staat unter der Führung der Grünen mischt sich immer mehr in das Leben seiner Bürger ein, anstatt geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, innerhalb derer die Menschen ihr Leben selbst gestalten können. Sie sollen selbst entscheiden, was sie essen, welche Fortbewegungsmittel sie verwenden, wie sie sprechen und ob sie sich impfen lassen. Das CDU und SPD die woken grünen Themen übernommen und damit ihre Stammwählerschaft den grünen Übergrifflichkeiten aussetzen ist schlimm genug. Die FDP unter Lindner ist jedoch für jeden Liberalen eine einzige Zumutung und kann das Ende der Freien Liberalen bedeuten.

DAS KÖNNTE IHNEN GEFALLEN