Die Inflation von Herrn Strack und seinesgleichen

von Diskurs Hamburg

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„Die EZB und die Staaten treiben die Inflation an, wobei ein wesentlicher Grund der Entschuldungseffekt ist“, schreibt Herr Walter Strack zu Beginn seines Beitrages  „Schulden machen in der Inflation?“ (D15-5). Anschließend malt er das Schreckensgespenst einer Währungsreform mit Streichung der Staatsschulden und dem Totalverlust für die Inhaber von Staatsanleihen an die Wand. Aber schon das so steil dahinbehauptete Eingangsstatement vom Antreiben der Inflation durch die EZB ist falsch.

Inflation als Illusion

In den zwanzig Jahren des Euro hat es gar keine nennenswerte Inflation gegeben, und selbst das von der EZB gesteckte Inflationsziel von zwei Prozent wurde kaum erreicht. Vielmehr hat es Phasen deflationärer Gefahr gegeben (vgl. Abb. 1). Herrn Stracks steiler Behauptung fehlt die Grundlage. Erst seit Mitte 2021 erreicht die Inflation – gemessen am monatlichen Verbraucherpreisindex (VPI) – ein Ausmaß, das aus dem Rahmen der letzten beiden Jahrzehnte herausfällt. Sehen wir uns daher zunächst die jüngste Entwicklung näher an.

Abb. 1:   Langfristige Entwicklung des monatlichen Verbraucherpreisindex (VPI) Deutschland gegenüber Vorjahresmonat. Quelle: Destatis.

Abb. 2 zeigt die Veränderungen des VPI der letzten drei Jahre gegenüber dem Vorjahresmonat sowie gegenüber dem Vormonat. Die jahresbezogene Veränderung (blaue Linie) zeigt in 2019 und 2020 ein Rückgang der Inflationsrate und in der zweiten Hälfte 2020 sogar ein Sinken des Preisniveaus – letzteres wegen Senkung des Mehrwertsteuersatzes. Ab Anfang 2021 stieg die Inflationsrate wieder an und ab Mitte 2021 eben über den Rahmen der letzten beiden Jahrzehnte hinaus. Dagegen blieb die Veränderung des VPI gegenüber Vormonat in 2021 nicht höher als sonst gewohnt; im zweiten Halbjahr waren die Preise sogar stabil.

Wie ist der Widerspruch zwischen stabilen Preisen im Vormonatsvergleich und steigenden Inflationsraten im Vorjahresvergleich zu erklären? Des Rätsels Lösung heißt „Basiseffekt“. Wenn der VPI nicht wegen der Mehrwertsteuersenkung von 105,8 im Dezember 2019 auf 105,5 im Dezember 2020 gesunken wäre, sondern – wie im 1. Halbjahr 2020 absehbar – um 1,5% auf 107,4 angestiegen wäre, hätte man die Inflationsrate im Dezember 2021 nicht als 111,1/105,5 – 100% = 5,3%, sondern als 111,1/107,4 – 100% = 3,4% berechnet.[1] Der Basiseffekt macht so 1,9%-Punkte aus. Wenn man von der um den Sondereffekt des 2. Halbjahres 2020 bereinigten Inflationsrate von 3,4% das EZB-Inflationsziel von 2,0% abzieht, verbleiben noch 1,4%-Punkte ungewollter Inflationsrate.

Abb. 2:   Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) Deutschland gegenüber Vorjahresmonat und
gegenüber Vormonat. Quelle: Destatis.

Wieder mal eine neue Verschwörungstheorie

Für diese 1,4%-Punkte gibt es nun ausreichende Erklärungen, ohne eine Verschwörung der „Staaten“ und der EZB mit dem Ziel einer Annullierung der Staatsschulden herbeifantasieren zu müssen: Die globalen Lieferketten sind COVID-bedingt angespannt. Es fehlt an Logistikkapazitäten und damit an Vorprodukten und Ware für die auf Just-in-time getrimmte Wirtschaft, und das nicht nur bei Elektronik-Chips. Überdies stiegen allein die Energiepreise um 18,3%.[2] Die globale Angebotsverknappung ist nun wirklich nicht der EZB anzulasten.   

Herr Strack glaubt vielleicht an eine vereinfachte Quantitätstheorie: Wenn die EZB die Geldmenge erhöht, müssen die Preise steigen. Aber die Wirtschaft kann wachsen, oder die Vermögenstransaktionen (Aktien, Immobilien) können zunehmen, was das Transaktionsvolumen erhöht und einfach mehr Geld erfordert. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes kann sinken, wenn die Leute ihr Geld nicht ausgeben wie in COVID-Zeiten; dann läuft eine Ausweitung der Geldmenge ins Leere. Und schließlich können die Aktienkurse und Immobilienpreise steigen; dann steigt zwar das Preisniveau, aber nicht im Sinne von „Inflation“ gemessen am VPI. Nein, Herr Strack, so einfach wäre es für die EZB gar nicht, die Inflation anzutreiben.

Die EZB betreibt seit dem Ende der Finanzkrise von 2009 eine expansive Geldpolitik, hat damit aber keine Inflation erzeugt. Sie hat kaum ihr wachstumsstimulierendes Inflationsziel von zwei Prozent erreicht und musste eher wachstumsdämpfende deflationäre Tendenzen abwehren. Das Wachstum der Geldmenge M3 ist zwar nach dem Ausbruch der COVID-Pandemie zeitweise außergewöhnlich stark angestiegen; der Anstieg ist mittlerweile jedoch wieder auf das „expansive Normalmaß“ der EZB zurückgefallen. Um der EZB eine Verschwörung zu unterstellen, wie es sich Herr Strack ohne Faktengrundlage anmaßt, müsste man der EZB schon eine langfristig tatsächlich inflationstreibende Politik nachweisen.

Bei negativen Zinsen machte ein Schuldenschnitt gar keinen Sinn

Die risikolosen Realzinsen (auf Bundesanleihen) entwickeln sich in der Tat seit Jahrzehnten rückläufig, und sie sind seit 2016 sogar ununterbrochen negativ (vgl. Abb. 3). Eine risikolose Geldanlage ist seitdem nicht mehr möglich – eine profitable, mit Risiko verbundene jedoch schon. Nominalzins und Realzins entwickelten sich im langfristigen Trend gleichgerichtet. An der Inflation kann das Sinken des (risikolosen) Realzinses bis ins Negative also nicht liegen, wenn die Inflationsrate (bis auf die zweite Hälfte 2021) im Trend rückläufig war.

Abb. 3: Nominalzins auf 10-jährige Bundesanleihen, Inflationsrate (Veränderung des jahresdurch-
schnittlichen Verbraucherpreisindex). Realzins als Differenz. Quellen: Destatis und Statista.

Der rückläufigen Zinsentwicklung liegt vielmehr eine fundamentale Ursache auf den Märkten zugrunde. Ein Rückgang der Kreditnachfrage kann es bei der global erheblich angestiegenen öffentlichen wie privaten Verschuldung nicht gewesen sein. Als Ursache wird vielmehr der globale Überschuss an Ersparnissen alternder Bevölkerungen in Europa und China angeführt, von Ben Bernanke als „savings glut“ bezeichnet und u.a. von Carl Christian v. Weizsäcker und Hagen Krämer in ihrem viel beachteten Buch „Sparen und Investieren im 21. Jahrhundert“ (2019) begründet. Eine Verschwörung der EZB mit den Staaten war es zumindest nicht. Welche Rationalität, Herr Strack, steckte auch dahinter, bei negativen Zinsen einen Schuldenschnitt herbeizuführen? Die Staaten nutzen die günstige Zinssituation vielmehr dazu, zu tilgende Altkredite durch neue Kredite günstiger zu refinanzieren.

Die Wahrheit ist: Deutschland und Europa sind solide finanziert

Damit kommen wir zur eigentlichen Frage von Herrn Strack: Soll man in der Inflation Schulden machen, um so durch die real verminderten („entwerteten“) Schulden sein Vermögen zu mehren? Erstaunlicherweise geht  Herr Strack dabei gar nicht auf die öffentlichen Haushalte ein.  Die Frage ist hier, wie sehr sich der Staat verschulden kann, ohne dass der Kapitaldienst den Haushaltsspielraum einengt, m.a.W. wie hoch die Nettokreditaufnahme sein darf, um den sog. Primärsaldo aus Steuereinnahmen und Kapitaldienst positiv zu halten. Die Frage eines Schuldenschnitts (= Staatsbankrott) stellt sich ja erst, wenn der Staat den Kapitaldienst auch durch das Steueraufkommen nicht mehr decken kann.

Der deutsche Primärsaldo (Abb. 4) war bis auf Ausnahmesituationen positiv, oder er bewegte sich in einer wenig besorgniserregenden Zone. Während der Integration der neuen Bundesländer, in den Jahren hoher Arbeitslosigkeit und Sozialkosten bis zur Agenda 2010 und nach der Finanzkrise 2009 war er zwar negativ. Aber bei einer deutschen Steuerquote von 24% ließe sich ein negativer Primärsaldo von 1%  des BIP mit einer Erhöhung des Steueraufkommens um 4% beseitigen: Immerhin schwankte das Steueraufkommen der letzten zwanzig Jahre zwischen minus 7,5% und plus 10% gegenüber Vorjahr und nahm in den 2010er Jahren stets um durchschnittlich 5,0% zu. Der konsolidierte Primärsaldo des Euroraumes bewegte sich weitgehend parallel zum deutschen Saldo, kam etwas langsamer aus dem Negativbereich der Finanzkrise von 2009 heraus, liegt aber seit 2014 wieder konstant im positiven Bereich.

(18 Länder) in Prozent des BIP, Quelle: Eurostat.

Die Euro-Staaten verhalten sich insgesamt antizyklisch. Während sie in Krisenzeiten einen negativen Primärsaldo riskieren, erwirtschaften sie danach wieder einen positiven Saldo und erhalten sich somit ihre Schuldentragfähigkeit. Welchen Grund sollten in dieser komfortablen Situation die EZB und die Euro-Staaten haben, auf dem Wege einer inflationären Staatsverschuldung den Staatsbankrott herbeizuführen? Warum sollte der Staat gerade dann, wenn ihm wegen der Inflation die Schuldentilgung leichter fällt, noch einen Schuldenschnitt anstreben? Was sich Herr Strack da zusammenfantasiert, ist wirklich abstrus.

Dennoch: Die Inflationsrate wird ansteigen

Der Autor erwartet für die kommenden Jahrzehnte eine höhere Inflation als in letzten beiden. Und zwar nicht wegen der Geldpolitik der EZB, sondern – in Anlehnung an das von ihm als Beitrag D14-4 besprochene Buch von Goodhart/Pradhan: The Great Demographic Reversal – wegen des Rückgangs des globalen Überangebots an Arbeitskraft und der damit verbundenen De-Globalisierung. Die Bundesbank hat für 2022 eine Inflationsrate von 3,6% geschätzt, die danach wieder zurückgehen soll. Die aktuelle Inflationserwartung der Privatpersonen für die nächsten zwölf Monate beträgt 3,9 Prozent. Der Autor hat eine längerfristige Inflationserwartung von mindestens 3%. – Nehmen wir für das Weitere einen Rechenwert von 3,5% an.

Herr Strack meint, dass es in Zeiten „enormer wirtschaftlicher Unsicherheiten“ das „bessere Ziel“ sei, das Vermögen zu erhalten anstatt (unter Ausnutzung der Inflation) Risiken einzugehen. Nehmen wir eine Privatperson, die über 100.000 € verfügt und den Anlageberater Strack konsultiert. Die Alternative bestehe darin, diesen Betrag auf einem Bankkonto zu halten oder als Eigenkapital in eine vermietete Immobilie zu investieren. Mit den gestiegenen Inflationserwartungen wird auch das Zinsniveau innerhalb der nächsten zwölf Monate – wegen der EZB allerdings moderat – sagen wir um 0,5%-Punkte steigen. Aus aktuell 0,5% Negativzinsen auf Bankkonten würden dann 0,0%, und aus 1,0% Hypothekenzinsen 1,5%. Die Inflationserwartung halten wir bei 3,5%, und wir gehen davon aus, dass auch bei der von Herrn Strack befürchteten Ausweitung von Mietpreisbremsen die Mieten noch im Ausmaß der Inflation erhöht werden können und sich die Immobilienpreise mit der Inflationsrate entwickeln.

Wenn unsere Privatperson ihre 100.000 € für zehn Jahre mit 0,0% auf ein Bankkonto legt, wird der Kaufkraftwert in zehn Jahren auf  70.000 € abgeschmolzen sein. Auf vermietete Immobilien ist nach allen Kosten eine anfängliche Rendite von 2,25% erzielbar. Wenn die Banken 2,0% anfängliche Tilgung und 1,5% Zinsen, zusammen 3,5% Kapitaldienst verlangen, kann sie Fremdkapital in Höhe von 2,25/3,50 = 64,3% aufnehmen, ohne über die Mieterträge hinaus zuzuzahlen. Bei 100.000 € Eigenkapital ergibt sich so eine Gesamtinvestition von 280.000 €. Wenn die Mieten um 3,5% p.a. steigen und die Überschüsse über den anfänglichen Kapitaldienst jährlich als Sondertilgung reinvestiert werden, beträgt die Restschuld nach zehn Jahren 126.900 €. Da die Immobilienpreise ebenfalls mit 3,5% p.a. gestiegen sind, erhält unsere Privatperson einen Verkaufserlös von 395.000 €. Nach Abzug der Restschuld verbleiben ihr in zehn Jahren 268.100 €, auf heutige Kaufkraft mit 3,5% deflationiert rund 187.700 €.

Was ist nun das bessere Geschäft: aus 100.000 € nach zehn Jahren 70.000 € oder 187.700 € zu machen? Vielleicht rechnet sich der Anlageberater Strack so etwas künftig einmal durch, bevor er seine Klienten berät. Die hohe Differenz der Anlagealternativen rechtfertigt auch das Risiko. Steueraspekte sind hier nicht berücksichtigt, verändern aber dieses Ergebnis grundsätzlich nicht. Eine langfristige und nicht allzu spekulative Investition in Aktien würde ebenfalls dazu führen, das Geld nicht auf dem entwertenden Bankkonto zu belassen.

Realeinkommen und Risiko

Der Reallohnindex des Statistischen Bundesamtes ist von 1991 bis Mitte 2021 jahresdurchschnittlich um 0,4% angestiegen, nachdem er bis 2009 im Ergebnis stagnierte und seitdem jahresdurchschnittlich um 1,2% p.a. anstieg. Mit anhaltender Knappheit an Arbeitskräften wird sich der positive Trend fortsetzen. Für die von Herrn Strack so bezeichneten Bezieher „fixer“ Einkommen blieben die Einkommen also nicht „erfahrungsgemäß hinter der Inflation zurück.“ Für die Bezieher „variabler“ Einkommen spekuliert Herr Strack, dass deren Einkommen als Unternehmer vom angeblichen Nachfragerückgang der fixen Einkommen betroffen sein werden. Die in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ausgewiesenen, volatileren Unternehmens- und Vermögenseinkommen sind von 1991 bis 2020 um jahresdurchschnittlich real um 0,8% und damit doppelte so schnell wie die „fixen“ Einkommen mit 0,4% angestiegen. So viel zur Herrn Stracks Kenntnis der deutschen Wirtschaft. Die realen Einkommensanstiege erlauben durchaus überschaubare Risiken bei der Vermögensanlage.

Für Unternehmer stellt sich die Anlagealternative nicht anders dar als wie für Privatpersonen. Nur streuen die Renditeerwartungen und Risiken unternehmerischer Projekte stärker, was sich in der individuellen Höhe der Fremdkapitalzinsen abbildet. Aber das Geld auf Bankkonten zu halten, bietet sich nach der beobachtbaren Praxis zu urteilen offensichtlich entgegen dem Strack´schem Rat nicht als Alternative zu unternehmerischen Investitionen an.

Unternehmer müssen mit ihren Investitionen Risiken eingehen, und niemand nimmt daran Anstoß. Mit welcher Rechtfertigung sollen eigentlich Privatpersonen ihr Geld risikolos mit positivem Ertrag anlegen können?  Nein, das ist nun einmal Marktwirtschaft, dass sich Renditen und Risiken verändern können. Die Negativzinsen auf die Konten der Geschäftsbanken werden ja nicht von der EZB festgelegt, sondern sie ergeben sich aus dem Marktgeschehen. Es gibt eben genügend Privatpersonen, die aus unterschiedlichen Gründen bereit sind, sich Negativzinsen anrechnen zu lassen anstatt ihr Geld rentierlicher, aber riskanter zu investieren.

Die Inflation von Walter Strack und seinesgleichen

Der Grund für die irrealen Empfehlungen des Herrn Strack ist, dass er von politisch motivierten, irrealen Horrorszenarien ausgeht: „Streichung der Staatsschulden“, „enorme wirtschaftliche Unsicherheiten“, „wie nach dem Zweiten Weltkrieg“. Herr Strack versucht, mit diesen übertriebenen Vergleichen seine rechtslastige Fundamentalkritik unserer Staats- und Gesellschaftsordnung anzubringen. Wer soll denn glauben, dass die aktuelle Situation mit der eines Weltkrieg-Verlierers vergleichbar ist, dessen beliehene Anlagegüter durch den Krieg zerstört und dessen Besteuerungsgrundlagen vernichtet waren? Auf welchem Intelligenzniveau muss man sich eigentlich befinden, um seine Leser für so dumm halten zu können?

Über Herrn Walter Strack ist nicht viel bekannt. Dem Internet lässt sich entnehmen, dass er AfD-Politiker ist oder war; das würde zu seinen Verschwörungstheorien und seiner Panikmache passen. Wenn der Autor ihn zutreffend identifiziert hat, betreibt er in Hamburg die Kofina Gesellschaft für Finanzierungsmanagement mbH, was wiederum zu seinem Bemühen als Anlageberater passen würde. Er gibt dann an, er habe an der University of Wisconsin Economics studiert; ob mit Abschluss, lässt er offen. Diese Universität ist eine renommierte Einrichtung, der wir die Einlassungen des Herrn Strack nicht anlasten möchten. Allzu viel wird er jedoch aus seinem Studium nicht behalten oder vielleicht auch nicht verstanden haben.

Das ist die Inflation, mit der wir es zu tun haben: Es sind nicht nur Panikmacher wie Herr Strack und seinesgleichen. Es ist auch nicht nur der sonstige Unsinn, den man in diesem Diskursforum bisweilen vorgesetzt bekommt. Es sind auch die verantwortungslosen Quertreiber, die durch ihre COVID-Impfverweigerung andere durch Ansteckung mit dieser tödlichen Krankheit gefährden und ihr näheres Umfeld vom Impfschutz abhalten. Es war nach dem Flüchtlingszustrom 2015 die Verschwörungstheorie vom „Umvolken“ unseres Landes, das immer  Einwanderungsland war. Und es wird nicht das Ende kontrafaktischer Behauptungen sein, wie wir sie seit der Dolchstoßlegende vom Ende des Ersten Weltkrieges kennen. Wir erleben derzeit eine Inflation dieses Unsinns, an dessen Großmeister Donald Trump wir kürzlich zum 6. Januar erinnert wurden.

Allein erfreulich am Beitrag des Herrn Strack ist es, dass sich seine Empfehlungen auf den Geldbeutel derer auswirken, die ihm Glauben schenken und dadurch vielleicht den Glauben an diesen Unsinn verlieren – so wie die Impfverweigerer, die mit COVID an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden mussten und das überleben durften.


[1] Vorläufige Schätzung des Statistischen Bundesamtes, veröffentlicht am 6.1.2022

[2]   Vorläufige Schätzung des Statistischen Bundesamtes, veröffentlicht am 6.1.2022

DAS KÖNNTE IHNEN GEFALLEN