Das Wort als Medikament in der Medizin wie in der Politik (Teil II)

von Diskurs Hamburg

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Fortsetzung des Beitrages D-45-4: „Das Wort als Medikament in der Medizin wie in der Politik“ Mit dem letzten Absatz der erwähnten D-45-Beitrags lässt es sich beginnen: „Das alles deutet nicht nur auf eine politische, sondern auch auf eine sprachliche Realitätsflucht hin: Deutschland vermag seinen politischen und moralischen Selbstansprüchen nicht mehr zu genügen – sie nicht mal mehr zu benennen.“ Um am Anfang zu bleiben: Also nicht schlechte Medizin bzw. sogar Erzeugung eines Noceboeffektes, sondern das Gegenteil ist darzustellen!

Das Unwort des Jahres 2024 war „biodeutsch“ (nach der Jury der sprachkritischen „Unwort-Aktion“) und das Wort des Jahres 2024 „Ampelaus“ (nach der Gesellschaft für deutsche Sprache). Das sind bestimmt Beispiele für einen treffenden Wortgebrauch.

Wie steht es nun mit dem gewaltigen Wort „Brandmauer“ (zur AfD)? Wer und was brennt denn hier? Offenbar wachsen Radikale immer dann, wenn die liberale Demokratie (dazu weiter s.u.) versagt, Stichwort „Ampelaus“: Endlich, nachdem sich in dieser Zeit nur dreier Jahre die AfD sogar verdoppelt hat. Die Vorgeschichte lässt sich bis ins Jahr 2014 und mit einem weiteren Schub in die Jahre 2015 und 2017 zurückverfolgen samt der Gründe: Zuerst die zunehmende Aufgabe deutscher Souveränität einschließlich Währung im Zuge der europäischen Einigung, aber zu bedenken vs. Gewinn eines friedlichen, freien Europas ohne Nationalismen und Grenzen, etc.

Dann aber das Problem der Migration, das sich ab dem 4./5.9.2015 protrahierend-ausufernd entwickelte und gut mit den Worten des ehemaligen Bundespräsidenten J. Gauck in seiner Rede am 27.9.2015 zu beschreiben ist: „Wir wollen helfen. Unser Herz ist weit. Doch unsere Möglichkeiten sind endlich.“[1]… Damit wurde das Problem sprachlich klar benannt, man hat die Lösung aber missachtet und erlebt nun die Bescherung in verheerender Deutlichkeit. Hinzu kommt noch der wirtschaftliche Abstieg Deutschlands in dieser Zeit: Verfehlte Energiepolitik, Überregulierung, zu hohe Steuern und Abgaben, sinkende Produktivität etc.

Die „Brandmauer-Aktionisten“ können also nichts anderes, als sich selbst eine Ursachen-Denk- und damit Handlungs-Sperre aufzuerlegen, um bequem moralisierend weiterzumachen und um damit das Thema bzw. drängende Themen einfach wegzudrücken, ja, einfach undifferenziert mit einer Verbal-Keule K.o. zu schlagen. Und das ist nun wirklich schlimme Verdrehung, andere, die an den Ursachenbehebung arbeiten, zu verteufeln. Somit handelt es sich um eine sehr schlechte, sogar giftige Medizin entgegen dem universalmedizinischen Grundsatz „nihil nocere“!

Welches Wort an dieser Stelle wäre also eine gute Medizin? Vorschlag: „CDU: Denken und Handeln statt k.-o.-schlagmäßig (Brand-) mauern!“  –  half übrigens schon immer (siehe Mauerfall 1989).

Also Ende oder Renaissance der westlichen liberalen Demokratien?

Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges stellte der bekannte Historiker Francis Fukuyama formal das Ende der Geschichte fest.[2] Dazu sei kurz aus dem Internet und bei „Wikipedia“ zitiert: …“Das Ende der Geschichte ist ein politisches und philosophisches Konzept, das davon ausgeht, dass sich ein bestimmtes politisches, wirtschaftliches oder soziales System entwickeln konnte, das den Endpunkt der soziokulturellen Evolution der Menschheit und die endgültige Regierungsform der Menschheit darstellen würde.“…

“Das Konzept eines Endes der Geschichte postuliert ein Szenario, in dem die menschliche Existenz auf unbestimmte Zeit in die Zukunft fortbesteht, ohne dass sich die vorherrschenden sozialen, politischen oder wirtschaftlichen Strukturen wesentlich ändern.“ “Fukuyama kommt zu dem Schluss, dass das Ende der Geschichte eine traurige Zeit sein wird, weil das Potenzial ideologischer Kämpfe, für die die Menschen bereit waren,

Ihr Leben zu riskieren, nun durch die Aussicht auf „wirtschaftliches Kalkül, die endlose Lösung technischer Probleme, Umweltbelange und die Befriedigung anspruchsvoller Verbraucherwünsche“ ersetzt worden sei. Das bedeutet nicht, dass Fukuyama glaubt, eine moderne liberale Demokratie sei das perfekte politische System, sondern dass er nicht glaubt, dass eine andere politische Struktur den Bürgern den gleichen Wohlstand und die gleichen persönlichen Freiheiten bieten kann wie eine liberale Demokratie.“

…“Nach dem Ende des Kalten Krieges, als die liberale Demokratie und die freie Marktwirtschaft auch außerhalb der traditionellen westlichen Welt zu dominieren begannen, sprach man auch davon, dass die Welt Ferien von der Geschichte mache. Als der Krieg gegen den Terror nach den Anschlägen vom 11.September 2001 und der Zweite Kalte Krieg im 21. Jahrhundert eskalierten, sprach man davon, dass diese Ferien vorbei seien.“

Es gibt ein neues Buch von Francis Fukuyama, einem der bedeutendsten Politikwissenschaftler der westlichen Welt: „Identität: Wie der Verlust der Würde unsere Demokratie gefährdet.“[3] Zitat auf dem hinteren Deckblatt: „In den letzten zehn Jahren ist die Anzahl der demokratischen Staaten weltweit erschreckend zurückgegangen. Erleben wir gerade das Ende der Demokratie? Francis Fukuyama zeigt, warum die Politik der Stunde geprägt ist von Nationalismus und Wut, welche Rolle linke und rechte Parteien bei dieser Entwicklung spielen, und was wir tun können, um unsere gesellschaftliche Identität und damit die liberale Demokratie wieder zu beleben.“

Um es schlaglichtartig darzustellen, denn sonst müsste man das gesamte Buch hier abhandeln, diese Anmerkungen: Das Kapitel 6 mit der Überschrift „Expressiver Individualismus“ sagt schon sehr viel über destruktive Ursachen. Und auch schon Goethe wusste:[4]

 

Und noch eine zweite Stelle im Kapitel 14  „Was tun?“ auf der S.193: …“Allerdings sind viele Bürger mit der Anerkennung als gleichwertige Mitglieder der Gattung Mensch nicht zufrieden. Die demokratischen Rechte werden hoch geschätzt, wenn man in einer Diktatur lebt, doch sobald sich die Demokratie etabliert hat, werden sie für selbstverständlich gehalten. Im Unterschied zu ihren Eltern haben junge Menschen, die heute in Osteuropa aufwachsen, nie im Kommunismus gelebt und können ihre Freiheiten als selbstverständlich ansehen. Das gestattet ihnen, sich auf andere Dinge zu konzentrieren: etwa auf die verborgenen Möglichkeiten, die sich nicht entfalten können, und auf die Art und Weise, wie ihnen durch gesellschaftliche Normen und Institutionen ihrer Umgebung Steine in den Weg gelegt werden.“

Ferner eine dritte Stelle im Kapitel 14 auf der S.196: “In den Vereinigten Staaten hat die Identitätspolitik die Linke in eine Reihe von Gruppen zersplittert, der ihre tatkräftigsten politischen Aktivisten angehören. Sie hat in mancher Hinsicht den Kontakt zu der Schicht verloren, die früher ihren größten Wählerkreis stellte: der weißen Arbeiterschaft. So kam es zum Aufschwung einer populistischen Rechten, die ihre eigene Identität bedroht sieht und die von einem Präsidenten begünstigt wird, dessen persönliche Eitelkeit sich danach bemisst, wie viel Wut und Polarisierung er schüren kann.“

Oder bei Joachim Gauck: „Erschütterungen – Was unsere Demokratie von außen und innen bedroht“[5]. Auch dazu sei schlaglichtartig zitiert: Im Teil II „Die Subjektivierung des Politischen“ mit „Die autoritäre Disposition“ auf den Seiten 159-168 und „Die libertäre Überdehnung des Liberalen“ auf den Seiten 169-173.

 Und in dieser Verbindung zweier letztlich destruktiver Einstellungen ein Zitat auf den Seiten 170/171: …“Versteht die Psychologie unter einem „autoritären Gewissen“ die „Stimme einer nach innen verlegten äußeren Autorität, also der Eltern, des Staates oder was immer in einer bestimmten Kultur als Autorität gelten mag (Erich Fromm), so haben die Libertären die Fäden zu den äußeren, den übergeordneten „Führern“ gekappt und sich stattdessen selbst gottgleich gemacht. „Die libertären Autoritäten identifizieren sich nicht mit einer Führerfigur, sondern mit sich, ihrer Autonomie“, konstatieren die Wissenschaftler Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey nach zahllosen Interviews mit Teilnehmern der westdeutschen Querdenker-Bewegung. Ihr Über-Ich muss sich nicht mehr von einer äußeren Autorität ableiten, sie legitimieren sich selbst. Sie müssen sich auch niemandem gegenüber rechtfertigen, sondern vertrauen, so einer der Befragten, „dem gesunden Menschenverstand, Gefühlen und Intuitionen“ – sich selbst. „Eigentlich immer, wie es sich in der Vergangenheit bewiesen hat, hat mein Bauchgefühl immer zu einhundert Prozent recht gehabt.“

Und damit ist das Wort „Psychologie“ gefallen. Unter diesem Aspekt gibt es ein sehr interessantes Buch des Psychiaters Manfred Lütz (es gibt auch eine neuere Ausgabe „Neue Irre…“ aus 2020 mit Donald Trump Update, die ich aber noch nicht gelesen habe): [6] „IRRE! – Wir behandeln die Falschen – Unser Problem sind die Normalen – Eine heitere Seelenkunde“. Auch dazu sei nun schlaglichtartig zitiert:

I. Wahnsinn

    1.Der ganz normale Wahnsinn – Hitler, Stalin und die Hirnforschung  

“Doch auch von Ferne hat noch kein ernst zu nehmender Psychiater Adolf Hitler Schuldunfähigkeit bescheinigt. Er war gewiss eine monströse Erscheinung, maßlos in seinem Hass, in seiner Aggression, in seinem Vernichtungswillen, aber krank war er eben nicht. Zu behaupten, Adolf Hitler sei krank gewesen, banalisiert das Entsetzliche der historischen Katastrophe, die mit diesem Namen verbunden ist.“… Er war so normal, dass er sogar eine besondere Fähigkeit hatte, sich ganz genau auf die Normalen einzustellen, nämlich genau das zu sagen, was die hören wollten, was bei denen ankam. Joachim Fest hat in seiner klassischen Hitlerbiografie historische Größe an der Frage festgemacht, ob ein Mensch das Denken und Fühlen einer Zeit zu bündeln vermag –und er kam erschreckenderweise zum Ergebnis, dass man insoweit Adolf Hitler Größe nicht schlechterdings absprechen könne. Denn in der Tat bedurfte es einer gewaltigen Kommunikationsleistung, unter dem Einsatz populistischer Rhetorik höchst erfolgreich Stimmung für sich selbst zu machen, Menschen auf sich zu fixieren, für seine Zwecke zu benutzen und dann einen ganzen Staat, ja eine ganze Welt in einen Krieg hineinzutreiben.“… 

In ähnlicher Weise geht es mit Stalin, dem Schah von Persien, Erich Honecker, dem kongolesischen Diktator Mobutu, Kim il Sung (Anmerkung: und Nachfolger bzw. Dynastie), Mao Tse-tung, Saddam Hussein, Osama bin Laden weiter: …„Man kann das nicht behandeln, man kann das nur verachten und verurteilen.“…

“Neuerdings haben die Hirnforscher versucht, uns die Verantwortung für die peinlichen Schattenseiten der ganz normalen Menschheit abzunehmen“…, quasi …“Kann ich etwas dafür, wenn die Neurotransmitter in meinem Vorderhirn verrücktspielen und meine Moral durcheinanderbringen?“…“Doch woran liegt die Attraktivität derartiger Theorien? Sie entlasten! Sie entlasten uns Normale von der immer unheimlicher werdenden totalen Verantwortung für den ganz normalen Wahnsinn, den wir Tag für Tag anrichten: Tut uns leid, wir waren es nicht, wir sind es nicht und wir werden es auch nicht gewesen sein! Bei unseren Neurotransmittern!“…

Bei Goethe im „Faust – Der Tragödie erster Teil“ [7] steht im „Prolog im Himmel“ eine Passage gesprochen von Mephistopheles:

2.Der wahnsinnig Normale – Einfarbig Strammstehen

“All die wahnsinnig Normalen pochen unerbittlich darauf, dass alle, wirklich alle, das sagen, was alle sagen, dass sie also normal reden. Und was normal ist, das bestimmen sie selbst, die wahnsinnig Normalen.“…“Nach oben ducken und nach unten treten, das können sie gut, die wahnsinnig Normalen.“…“Normopathen nennt man mit leichter Ironie Menschen, die so wahnsinnig normal sind, dass es wehtut. Wenigstens der Umgebung. Doch schon solche Ironie kann gefährlich sein. Denn Humor, die Infragestellung seiner selbst, ist verbissenen Normopathen völlig fremd.“

II. Blödsinn

    1.Der ganz normale Blödsinn – Dieter Bohlen, Paris Hilton und das Wesen der Dinge

“ Es gibt also fantasievolle Menschen, die spielen nur mal Blödsinn. Die versuchen auf diese Weise bloß probeweise, als Lockerungsübung, aus allzu eingefahrenen Gleisen auszubrechen. Allerdings gibt es leider auch Menschen, die wollen den Blödsinn sozusagen persönlich verkörpern. Doch das wird dann nicht lustig, leicht und unterhaltsam. Das wird bierernst. Und so etwas gibt es inzwischen flächendeckend, es greift um sich wie eine Seuche: der ganz normale Blödsinn.“

 “Comedy“…“Das Niveau liegt irgendwo zwischen spätem Kindergarten und früher Pubertät…“ Wie in den absurden antiken Mysterienkulturen geht es heute in esoterischen Zirkeln zu. Gegen den unglaublichen Unsinn, der da geglaubt wird, ist mancher Schizophrene im akuten Schub ein Hort reinster Rationalität.“…“Doch psychiatrisch liegt kein Schwachsinn vor. Psychiatrisch liegt die Intelligenz von Esoterik-Freaks satt im Normbereich. Der ganze esoterische Blödsinn ist kein Schwachsinn, es ist vielmehr ganz normaler Blödsinn. Über den man freilich nicht lachen darf. Denn Esoterik ist eine komplett humorfrei Zone.“

 2.Der blödsinnig Normale – Über spülende Frauen und röhrende Hirsche

Stichwort „Sinusmilieus“:…“Doch in Sinusmilieus ist überhaupt nichts verrückt, da ist alles exakt an seinem Platz. Menschen in solchen Sinusmilieus fühlen sich total normal, blödsinnig normal.“…“ Am Ende der Kapitel über den ganz normalen Wahnsinn, die wahnsinnig Normalen, den ganz normalen Blödsinn und die blödsinnig Normalen liegt drastisch vor aller Augen, dass all diese Normalen in Wahrheit das eigentliche Problem unserer Gesellschaft darstellen. Die Nachrichtensendungen sind voll davon, die Boulevardzeitungen auch und Besserung ist kaum zu erwarten.

Denn Behandlungsmöglichkeiten gibt es nicht. Wahnsinnig normale Politiker kann man frühestens alle vier Jahre abwählen. Doch in manchen Ländern sorgen sie durch Abschaffung von Wahlen dafür, dass auch solche Lösungen unmöglich sind. So drängen sie sich jahraus jahrein optisch und akustisch in den Medien einer genervten Öffentlichkeit auf. Und während andererseits Vertreter des ganz normalen Blödsinns weder gewählt noch abgewählt werden können, ist gegen die Dieter Bohlens unserer Gesellschaft leider überhaupt kein Kraut gewachsen. Die Lage erscheint aussichtslos. All die wahnsinnig und blödsinnig Normalen bestimmen unser Leben und machen es zur Hölle. Man sehnt sich nach dem Extraordinären und bekommt doch immer nur das Ordinäre.“

Man könnte auch fragen: Wer ist der größte Gegner der Demokratie? Antwort: Gegebenenfalls die Demokratie selbst! Oder eben „der kleine Gott“ s.o. als „anthropologische Konstante“. Und zuletzt dieses geflügelte Wort, das ich aus Medizinerkreisen kenne: „Menschen sind grob in drei Kategorien zu unterteilen: Die Wenigen, die dafür sorgen, dass etwas geschieht; die Vielen, die zuschauen, wie etwas geschieht; und die überwältigende Mehrheit, die keine Ahnung hat, was überhaupt geschieht.“

 Wort als Medikament

Nun zurück zum Wort als Medikament angesichts unser Wahlkampfzeit mit der bekannten Situation am 29. und 31.1.25 im Bundestag. Obwohl angesichts der ewig verschleppten dysfunktionalen Migrationssituation, sogar mit sich häufenden Terrorakten einschließlich Toten und Verletzten, ein beherztes Herumreißen des Ruders, gewiß auch aus Gewissensgründen, opportun war, ist bei weiten Teilen der Parteien und der Öffentlichkeit leider der Eindruck bzw. die Unterstellung entstanden, man kooperiere mit der AfD – leider angesichtsder früheren Feststellung, nie Abstimmungssituationen zuzulassen, in der die AfD eine Rolle spielt. Man vereinfacht ohne Rücksichtnahme auf die mittlerweile verschärfte Situation die Lage und spricht von Wort- und Tabubruch.

Leider hat die CDU damit sich ggf. tatsächlich ein stückweit selbst überfordert. Aber es gibt einschlägige Videos (alle beim Verfasser) von Frau Bundeskanzlerin a.D. Merkel vom 13.9.2002 mit einer Rede genau zum schon damaligen Migrationsproblem und mangelender Integration, die erst abgestellt werden müßte, ehe neue Migranten aufgenommen werden könnten (gegen SPD und Grüne). Weiterhin gibt es aktuelle Videos der Politikwisenschaftler Prof. Werner Patzelt und Prof. Christian Rieck, die entweder feststellen „das ist ganz normale Demokratie“ bzw. „Merz gibt Merkel  ihre eigene Medizin“ und das Vorgehen von Herrn Merz sei sogar das eines Staatsmannes! Außerdem ist es wohl so, dass die nationale und europäische Rechtslage nicht gegen die fortentwickelten Migrationsvorhaben der CDU sprechen, siehe ehem. Bundesverfassungsgerichtspräsident H.-J. Papier und andere.

Kurzum: Die Umfragen haben sich verschlechtert und in Hamburg sieht man nur Negatives, auch hier durch Demonstrationen und wiederholte unglückliche Artikel im Hamburger Abendblatt. Reicht jetzt also die Darstellung des kraftvollen CDU-Parteitages am 3.2.25 einschließlich seines 15-Punkte-Programmes? Man müßte jetzt eine Wortfindung kreieren, die kognitiv-emotional einschlägt und schnell verbreitet wird, quasi eine extrinsische Motivation. Sehr schön kann man – wieder einmal bei Goethe im „Faust, erster Teil“, [8] dem „Vorspiel auf dem Theater durch eine lustige Person“ – solche Mechanismen nachlesen, u.a.:

 “Drum seid nur brav und zeigt Euch musterhaft,

Laßt Phantasie in allen ihren Chören,

Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft,

Doch, merkt Euch wohl! nicht ohne Narrheit hören.“

 Was fällt uns dazu ein? Auch, um es schlagartig weit zu verbreiten? Nehmen wir z.B. s.o. „CDU: Denken und Handeln statt k.-o.-schlagmäßig (Brand-) mauern!“ zusammen ggf. irgendwie mit wenigstens einiger anderer wichtigen Themen aus dem 15-Punkte-Programm zur Wirtschaft und Sicherheit.


[1]        Joachim Gauck, Helga Hirsch.Erschütterungen. Was unsere Demokratie von außen und innen bedroht. Penguin Random House. 1.Auflage 2023 Siedler Verlag, München.

[2]        Francis Fukuyama: Identität. Wie der Verlust der Würde unsere Demokratie gefährdet. Spiegel Bestseller. Hoffmann und Campe Verlags, Hamburg,1. Auflage 2022

[3]        Francis Fukuyama: Identität. Wie der Verlust der Würde unsere Demokratie gefährdet. Spiegel Bestseller. Hoffmann und Campe Verlags, Hamburg,1. Auflage 2022

[4]        Johann Wolfgang Goethe. Faust. Der Tragödie erster Teil, Reclam Stuttgart 1986 

[5]        Joachim Gauck, Helga Hirsch.Erschütterungen. Was unsere Demokratie von außen und innen bedroht. Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH FSC N001967. 1.Auflage 2023 by Siedler Verlag, München

[6]        Manfred Lütz. Eine heitere Seelenkunde.IRRE! Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen. Verlagsgruppe Random House FSC-DEU-0100. 2009 Gütersloher Verlagshaus.

[7]        Goethe. Des Epimenides Erwachen. Erstdruck 1815. Dämon der Unterdrückung.

[8]        Goethe. Des Epimenides Erwachen. Erstdruck 1815. Dämon der Unterdrückung.

DAS KÖNNTE IHNEN GEFALLEN