Baerbock ohne Ende?

von Diskurs Hamburg

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Als ich den Beitrag D9-4  Die Annalena will ins Kanzleramt Mitte Juni geschrieben habe, habe ich eigentlich gedacht, dass er schon beim Erscheinen partiell überholt sein würde, weil Annalena Baerbock von der sogenannten Kanzlerkandidatur (was für eine Hybris!) der Grünen zurückgetreten sein würde  —  vielleicht sogar aus eigener Einsicht, aber eher noch gedrängt von ihrer Partei aus machtpolitischer Rationalität.

Die Probleme, die zu einem Absturz der Umfragewerte der Grünen von 28 auf unter 20% geführt haben, waren hausgemachte  Baerbock-Fehler und -mängel, die ursprünglich durch eine einfache Ersetzung von Annalena Baerbock durch Robert Habeck hätten gelöst werden könen. Dieser hat nämlich  —  im Gegensatz zu Annalena  —  ein richtiges Studium mit Abschluss, eine echte Promotion, mehrere selbstgeschriebene Bücher, politische Erfahrung in einem Ministeramt, offensichtlich mehr fachliche Kompetenz und außerdem eine persönliche Seriosität, die die hochstaplerische und betrügerische Baerbock nicht hat.

Aber der Rücktritt ist nicht erfolgt. Stattdessen versucht man, die Kritiker   —  auch die sonst so unkritisch von den Grünen begeisterten Journalisten  —  zu diffamieren. Willkommen in der Realität! Die Absicht ist wohl, die Sache auszusitzen, damit die Wähler vergessen, wie ungeeignet und unqualifiziert die Baerbock ist. Aber was kommt noch alles? Bei Annalena kann man sich vieles vorstellen.

Ein schon öffentlich thematisiertes Problem ist das Promotionsstipendium von der Böll-Stiftung. Bedingung dafür ist, dass man mindestens 50% seiner Arbeitszeit der Promotion widmet. Zur gleichen Zeit hat sie von den Grünen in Brandenburg ein Gehalt mit der Begründung bezogen, sie sei für den Grünen-Job mehr als 50% ihrer Arbeitszeit tätig gewesen. Das ist ein offensichtlicher Widerspruch. Für die Böll-Stiftung ist das heikel, weil die Gelder aus Steuermitteln stammen und somit die  Gemeinnützigkeit der Stiftung auf dem Prüfstand steht.

Noch nicht beantwortet ist die Frage, wie Baerbock überhaupt als Doktorandin an der FU Berlin angenommen werden konnte, obwohl sie über keinen Universitätsabschluss verfügt (von der LSE hat sie lediglich einen einjährigen Weiterbildungsmaster). Es gibt offenbar auch keine belastbaren Informationen, dass sie tatsächlich offiziell angenommen wurde und/oder wirklich an einer Dissertation gearbeitet hat.

Die gleichen Fragen stellen sich in verschärfter Weise für die Stipendiengewährung durch die Böll-Stiftung, da Baerbock nicht über die notwendige Voraussetzung eines (in der Regel guten) Universitätsexamens verfügte. War das eine Mauschelei unter Parteifreunden, die die Böll-Gremien ganz überwiegend besetzen? Da solche Stipendien unter Doktoranden begehrt und natürlich zahlenmäßig begrenzt sind, muss man davon ausgehen, dass Annalena Baerbock einer/m „richtigen Doktorandin/Doktoranden“[1] de facto das Stipendium weggenomen hat, obwohl sie über andere Einkünfte verfügte, aber nicht wirklich über den Willen zur Promotion. 

Je länger die Grünen an Annalena Baerbock festhalten, desto mehr peinliche Fragen richten sich bezüglich des Desasters auch an die Partei. Die Parteioberen müssen natürlich gewusst haben, dass Annalena über keinen Universitätsabschluss auch auch sonst über keine Berufsausbildung verfügt. Außerdem hatte sie noch nie ein öffentliches Amt inne und ihr Grünen-Vorsitz in Brandenburg war (wegen ihrer mangelnden Aufsicht über den Schatzmeister) ein (270.000 Euro teures) finanzielles Desaster für die Partei. Es gibt das böse Gerücht, Annalena Baerbock habe vor einer geplanten Operation mit dem Chirurgen gesprochen. Der habe erklärt, eine solche Operation noch nie gemacht zu haben. Da sich ja was ändern müsse, habe er eine innovative Herangehensweise. Das sei sein Angebot an sie. Wie hat sie sich wohl entschieden? 

Viele haben sich daran gewöhnt, dass es heißt „bei gleicher Eignung wird die weibliche Bewerberin vorgezogen“. Bei den Grünen ist das Standard. Aber von gleicher Eignung kann hier keinesfalls die Rede sein. Robert Habeck ist unzweifelhaft deutlich besser geeignet. Aus rein ideologischen Gründen Frauen zu bevorzugen, ist für grüne Parteiämter deren Sache. Für öffentliche Ämter auf Regierungsebene ist das hochproblematisch (um noch das Harmloseste zu sagen). Ich hoffe, die Wähler wissen das.

Frau Baerbock ist seit Anfang 2018 Ko-Parteivorsitzende. Seither wäre für die Parteizentrale Zeit gewesen, ihren Lebenslauf für die Webseite zu überprüfen und von den Hochstapeleien und den Lügen zu bereinigen. Gab es keinen Berater, der sich mit dem ”Personaler-Business” (incl. Lebensläufen und akademischen Usancen) auskennt?  Jetzt ist Frau Baerbock eine unseriöse Person, die zu Ihren Gunsten bei jeder Gelegenheit Fünfe gerade sein läst. Kann man sich so jemand in einem Regierungsamt vorstellen, in dem sie Deutschland vertritt?

Dennoch sind ihre charakterlichen Mängel nicht einmal das Hauptproblem. Das besteht im völligen Fehlen von Erfahrungen in politischen und staatlichen Ämtern sowie in der Abwesenheit jedweder Fachkompetenz. Sie ist deshalb schon von anderen als die „unterqualifizierteste Person“ bezeichnet worden, die sich jemals in Deutschland um ein staatliches Spitzenamt beworben hat. Leider kann man dem nur zustimmen und hoffen, dass Annalena Baerbock unserem Land erspart bleibt.


[1]           Ein/e „richtige/r Doktorand/in ist eine Person, die ernsthaft versucht, eine Dissertation erfolgreich zu schreiben und dafür promoviert zu werden. Das war bei Baerbock offenbar nicht der Fall. Möglicherweise war sie dazu fachlich auch gar nicht in der Lage. Dieser Eindruck drängt sich jedenfalls aufgrund neuerer Texte auf, bei denen Baerbock als Autorin firmiert.

DAS KÖNNTE IHNEN GEFALLEN